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 daniel falk

  Ralf Koerrenz, Michael Haspel (Hg.)
Johannes Daniel Falk - Impulse für Pädagogik, Diakonie und Sozialpolitik
Weimar: Wartburg Verlag, 2016.

Im Frühjahr 1813 wurde in Weimar von Johannes Daniel Falk gemeinsam mit dem Stiftsprediger Karl Friedrich Horn die "Gesellschaft der Freunde in der Not" zur Unterstützung für durch die Kriegswirren eltern- und heimatlos gewordene Kinder und Jugendliche gegründet. Dabei stand ein doppelter Bildungsansatz im Zentrum: Den Jugendlichen wurde eine praktische Berufsausbildung bei Handwerksmeistern ermöglicht, also Hilfe zur Selbsthilfe geleistet. Ergänzt wurde die praktische Ausbildung durch eine Sonntagsschule und weitere Bildungsangebote. Diese Gründung kann als Beginn der Evangelischen Jugendsozialarbeit und als einer der Gründungsimpulse der Diakonie und des modernen Sozialstaates angesehen werden.

 koerrenzkoerrenzfrieden
   
Marita Koerrenz, Ralf Koerrenz
Frieden Leben. Mit Jugendlichen Religion und Ethik denken
Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht, 2016

Das Thema »Frieden« spielt im Religionsunterricht eine wichtige Rolle. Dieses Heft für die Klassen 7-10 verbindet die subjektiven Lernherausforderungen von Jugendlichen mit Impulsen aus Kirche und Gesellschaft.

»Frieden« ist auf ganz unterschiedlichen Ebenen eine Lernherausforderung: Es beginnt bei der Auseinandersetzung mit der eigenen Person und dem Umgang mit Menschen in der unmittelbaren Umgebung. In einem größeren Horizont werden Fragen zu Krieg und Frieden sowie zur Beziehung des Menschen zur Schöpfung behandelt. Den Abschluss bildet ein Blick auf Frieden im Spiegel von asiatischen Denkwegen. Eine solche Anlage ermöglicht unterschiedliche Einstiege und Anknüpfungen an Unterrichtssituationen, von denen aus der Facettenreichtum des Themas kompetenzorientiert erschlossen werden kann.

    Annika Blichmann, Karsten Kenklies (Hg.)
Pädagogische Kultur des Judentums als moderne Tradition
Paderborn: Schöningh, 2016

Das Judentum wird hier als pädagogisch relevanter Kulturzusammenhang verstanden, der globale und interkulturelle Wirkung entfaltet. In drei Dimensionen - von der Binnenperspektive zu transkulturellen Aneignungen - stellt der Band die Frage nach dem Zusammenhang von Bildung und Kultur neu.

Im ersten Teil werden pädagogische Binnenstrukturen des kulturell institutionalisierten Judentums historisch entfaltet. Dabei geraten ihre Einflüsse von Moderne und Aufklärung ebenso in den Blick wie ihre Ursprünge in der Thora. Der zweite Teil widmet sich verschiedenen Denkansätzen von Pädagogen jüdischer Herkunft und deren zentraler Rolle für die allgemeine, über eine spezifisch jüdische Kultur hinausweisende pädagogische Kultur. Der dritte Teil schließlich folgt transkulturellen Spruren, wobei sich erweisen wird, dass die Moderne auch vom Hebräischen Paradigma beeinflusst wurde und immer noch ist.


 

Ralf Koerrenz Sebastian Engelmann Protestantische Orientierungen
   
Ralf Koerrenz, Sebastian Engelmann (Hg.)
Euler Renato Westphal
Protestantische Orientierungen in einer postmodernen Kultur.
Bioethische Herausforderungen und lutherische Theologie
Leipzig: Evangelische Verlagsanstalt, 2015

Der brasilianische Theologe und Kulturwissenschaftler Euler Renato Westphal fragt kritisch nach heutigen Formen der Enteignung und Monopolisierung von Leben. Stichworte hierfür sind »Biopiraterie« oder »Patent-Kolonialismus«. Bei genauerem Hinsehen handele es sich bei Teilen des wissenschaftlichen und technologischen Fortschritts um die Fortführung der kolonialen Herrschaft mit anderen Mitteln. Der Fortschritt offenbart darin seine Schattenseiten.

Das Buch ist ein wichtiger Beitrag zur Diskussion um die Frage von Theologie als Wissenschaft und ihrer Beziehung zu anderen Wissenschaften, insbesondere Biologie und Angewandte Ethik.
Das Werk wurde zuerst auf Portugiesisch unter dem Titel »O Oitavo Dia: Na era da seleção natural« publiziert. Die englische Fassung erschien unter dem Titel »The Eighth Day. In the age of artificial selection. An analysis on the post-modern thought, its esthetic expressions and its scientific practice«




 Ralf Koerrenz Globale Bildung auf Reisen
   
Ralf Koerrenz (Hg.)
Globale Bildung auf Reisen
Das Bildungsjahr an der Hermann-Lietz-Schule Schloss Bieberstein
Paderborn: Schöningh, 2015


Lernen jenseits des üblichen schulischen Alltags - das Bildungsjahr an der Hermann-Lietz-Schule Schloss Bieberstein eröffnet Jugendlichen die Möglichkeit, sich im globalen Horizont zu »bilden«: durch Reisen in ferne Länder, Begegnungen mit Verschiedenheit und ökologischem Engagement.
Damit gehört dieses Konzept zu den interessantesten reformpädagogischen Projekten der Gegenwart. Ein Jahr lang widmen sich Schüler jenseits der üblichen schulischen Spielregeln von Leistungsmessung und Leistungsvergleich dem Prozess der »Bildung« im ursprünglichen Sinne - als Reflexion und Verarbeitung ihrer Weltwahrnehmung und als Annäherung an individuelle Verantwortung und Mündigkeit.
Mit dieser Konzeption globaler Bildung werden Motive kritisch weiterentwickelt, die der Schulgründer Hermann Lietz vor über 100 Jahren in seinem Programm sozialer Erziehung formuliert hatte. Der Band eröffnet in unterschiedlichen Zugängen einen kleinen Einblick in diese spannende Praxis und deren theoretische Grundlagen.


  

        Koerrenz Reformpädagogik

   
Ralf Koerrenz
Reformpädagogik
Eine Einführung
Paderborn: Schöningh, 2014

»Reformpädagogik« dient in Wissenschaft und Öffentlichkeit in oftmals unscharfer Weise sowohl zur Bezeichnung von Tradi- tionen als auch von gegenwärtigen Herausforderungen der Pädagogik.

Dabei gibt es fünf klar zu unterscheidende Zugänge, über die das theoretische und praktische Potential von Reformpädagogik erschlossen werden kann. Erstens ist zu fragen, wie über die Differenz von »Reform« und »Nicht-Reform« die Päda- gogik nach innen strukturiert wird. Zweitens geht es nach außen darum, wie über das »Reform«-Motiv eine Kopplung von Pädagogik an den kulturellen Wandel vorgenommen werden kann. Diese beiden systematischen Zugänge sind von drei historischen Deutungen zu unterscheiden. So kann »Reformpädagogik« - drittens - als Antwort auf den Modernisierungsschub im Gefolge der Aufklärung verstanden werden. Im vierten Zugang erweist sich Reformpädagogik »klassisch« als Reaktion auf die industrialisierte Moderne im ersten Drittel des 20. Jh. Die Einführung mündet fünftens in Überlegungen zu Reformpä- dagogik als Herausforderung einer Gegen- wart, die den Menschen in der globalisierte Moderne unter anderem vor das Problem einer uniformierten Individualität stellt.


   

        Blichmann Decroly


Annika Blichmann
Erziehung als Wissenschaft
Ovide Decroly und sein Weg vom Arzt zum Pädagogen
Paderborn: Schöningh, 2014

Der belgische Reformpädagoge Ovide Decroly (1871-1932) leistet mit seinen Forschungen einen herausragenden Bei- trag für eine Erziehung als Wissenschaft. Der studierte Arzt mit einem Schwerpunkt auf Nervenheilkunde stützt sich dabei vor allem auf empirische und experimentelle Verfahrensweisen wie systematische Beob- achtungen, Intelligenztests oder nachprüf- bare Experimente. Diese wendet er zunächst in einer Schule für psychisch und physisch retardierte Kinder an und erarbeitet ein pädagogisches Konzept, das er in seiner 1907 gegründeten Schule für gesunde Kinder erprobt. Dabei steht auf inhaltlicher Ebene das Interesse des Kindes unter Berücksichtigung psycholo- gischer und pädagogischer Aspekte ebenso im Vordergrund wie auch der sogenannte methodische Dreischritt auf didaktischer Ebene. International gesehen ist Decroly ein wichtiger Vertreter der weltweiten Organisation "New Education Fellowship" und leitet dort bis zu seinem Tod die belgische Sektion.




        Koerrenz Blichmann Horizonz der Globalisierung



Annika Blichmann, Ralf Koerrenz (Hg.)
Pädagogische Reform im Horizont der Globalisierung
Paderborn: Schöningh, 2014


»Globalisierung« ist heute der Horizont, zu dem das Individuum sich mit Blick auf die Welt verhalten muss.
Die Dynamik der Globalisierung setzt pädagogisches Denken und Handeln in einer neuen Qualität unter Druck, das Weltverhältnis und Weltverständnis des Einzelnen auf die Herausforderungen der Weltgesellschaft abzustimmen. Der globale Horizont nötigt insbesondere dazu, die Möglichkeiten und Grenzen pädagogischer Reform immer wieder neu auszuloten. »Pädagogische Reform im Horizont der Globalisierung« knüpft in diesem Sinn an die vielfältigen Bemühungen um das Verständnis »Globaler Bildung« bzw. von »Bildung in der Weltgesellschaft« an. Verbunden wird dieser Diskussionszusam- menhang mit den Impulsen pädagogischer Reform, wie diese exemplarisch in der sogenannten »Reformpädagogik« formu- liert wurden. Der Band zeichnet in sieben Beiträgen einige wesentliche Motivlagen der Verschränkung dieser Perspektiven nach.

 


        Koerrenz Bunk Armut und Armenfürsorge
   
Ralf Koerrenz, Benjamin Bunk (Hg.)
Armut und Armenfürsorge
Protestantische Perspektiven
Paderborn: Schöningh, 2014

Der Umgang mit Armut und Armenfür- sorge gehört zu den zentralen Heraus- forderungen einer jeden Gesellschaft.Im Vorfeld der Praxis gibt es eine ganze Reihe von offenen Fragen: Wie wird »Armut« gedeutet? Wie ist Armenfürsorge zu begründen? Wie soll Armenfürsorge praktisch gestaltet werden? In heutigen Kontroversen um Armut und Armen- fürsorge scheinen dabei gelegentlich wichtige Begründungsmuster für das praktische Handeln nicht mehr bewusst zu sein.

Der Protestantismus gehört im euro- päischen und im nordamerikanischen Kontext zu den wesentlichen Traditionen, die solche Grundgedanken zum Umgang mit Armut und zur Begründung von Armenfürsorge ausgebildet haben. Der Band zeichnet von den biblischen Grundlagen über historische Wegmarken bis zu aktuellen Herausforderungen in sechs Beiträgen wesentliche Motive dieser protestantischen Perspektiven nach.


    


        Koerrenz Bildung als protestantisches Modell

   
Koerrenz, Ralf (Hg.)
Bildung als protestantisches Modell
Paderborn: Schöningh, 2013

»Bildung« ist in weiten Teilen ein Modell des menschlichen Lebenslaufs aus dem Geist des Protestantismus. Diese Deutung sieht in Freiheit, Vernunft und Autonomie die wesentlichen Leitmotive von »Bildung«.

Zu klären ist dann einerseits, inwieweit das Modell »Bildung« von seinen religiösen Wurzeln aus weit mehr ein »protestan- tisches« (Kosselleck) als ein »deutsches« Deutungsmuster (Bollenbeck) ist. »Bil- dung« wird andererseits für Theologie und Kirche zu einem hermeneutischen Schlüssel, mit dem der Protestantismus selbst unter anthropologischen Vorzeichen gelesen werden kann. Dabei enthält »Bildung« gerade in seiner religiösen Grundierung ein kritisches Potential gegen seine eigene Rezeptionsgeschichte.
 
Die Klärungen reichen von Analysen zum Kontext der Aufklärung bis hin zu aktuellen Fragen der Menschenrechte, der Globalen Bildung oder der Popkultur.
 


             Koerrenz Brachmann Corriand Kritik der Erziehung

   
Jens Brachmann / Rotraud Coriand / Ralf Koerrenz (Hrsg.)
Kritik der Erziehung
Der Sinn der Pädagogik
Bad Heilbrunn: Klinkhardt, 2013

Was ist der Kern der Pädagogik?
Wo liegen Möglichkeiten der Pädagogik und wo ihre Grenzen?
Und wie verhält sich Pädagogik als Wissenschaft zum Sachverhalt der Erziehung?
Diese alten und doch zugleich immer wieder neuen Fragen werden im vorliegenden Band "Kritik der Erziehung. Der Sinn der Pädagogik" aus unter- schiedlichen Perspektiven von Erziehungs- philosophie bis Sozialpädagogik in den Blick genommen.
Den Referenzrahmen für die Auseinan- dersetzung mit diesen Fragen bietet die 2006 von Michael Winkler vorgelegte Programmschrift "Kritik der Pädagogik. Der Sinn der Erziehung". Dabei werden zentrale Motive von Winklers allgemein-pädagogischem Entwurf aufgenommen und kritisch diskutiert.

 
          Koerrenz Winkler Pädagogik

   
Koerrenz, Ralf / Winkler, Michael
Pädagogik
Eine Einführung in Stichworten
Paderborn: Schöningh, 2012

Ein schneller Einstieg in die Pädagogik: In zehn Kapiteln erhalten Studenten eine grundlegende Orientierung.
Ausgehend von Stichworten erläutern Ralf Koerrenz und Michael Winkler die Grundlagen der Pädagogik. Themen sind u.a. Allgemeine Pädagogik, Bildung und Erziehung, Historische Pädagogik, Sozialer Wandel, Sozialpädagogik, Volksbildung oder Reformpädagogik.
Der Band kann in Einführungsveranstal- tungen ebenso genutzt werden wie bei der Prüfungsvorbereitung.

 

         Koerrenz Relationen
 
Manuel Fröhlich, Karsten Kenklies, Ralf Koerrenz, Käthe Schneider, Michael Winkler
Bildung und Kultur - Relationen
Jena: IKS Garamond Verlag, 2012
Reihe: Bildung und Kultur (BuK), Bd. 1

Bildung und Kultur gelten als Schlüsselbegriffe in den Diskursen der Gegenwart. Ob es um politische De- batten, um Auseinandersetzungen in der Öffentlichkeit oder um den fach- lichen Streit in der Pädagogik geht - immer gelten die beiden Begriffe als Ankerpunkte oder als perspektivisch bedeutsam, nicht selten als Ausdruck eines Versprechens auch und beson- ders gegenüber zunehmender Inhuma- nität in den menschlichen Verhältnissen und Beziehungen. Was aber meinen die Begriffe, wofür steht das Begriffspaar? Als erster Band in der Reihe Bildung und Kultur markiert der Blick auf Rela- tionen das Selbstverständnis des Instituts für Bildung und Kultur der Friedrich-Schiller-Universität Jena. In fünf Beiträgen wird der Versuch einer Klärung und Grundlegung unter- nommen, indem ein Verständnis von Bildung und Kultur entfaltet wird, das die Offenheit der Begriffe bewahrt und ihnen zugleich Konturen gibt, um Beliebigkeit zu vermeiden.

             
             Koerrenz Mettele Wermke Bildung und Religion

 
Ralf Koerrenz, Gisela Mettele, Michael Wermke
Bildung und Religion
Dokumentation der Gründungsver- anstaltung des Zentrums für Religions- pädagogische Bildungsforschung Jena 2011
Jena : IKS Verlag Garamond, 2012

Wissenschaftler unterschiedlicher Fach- disziplinen erörtern die Notwendigkeit und die Möglichkeiten religionspäda- gogischer Bildungsforschung. Die Dokumentation entstand im Rahmen der Gründung des an der Theo- logischen Fakultät Jena angesiedelten, interfakultären Zentrums für religions- pädagogische Bildungsforschung.




 
Versprechen Rationalität

 
Ulf Bohmann, Benjamin Bunk, Johanna Koehn, Sascha Wegner, Paula Wojcik (Hrsg.)
Das Versprechen der Rationalität Visionen und Revisionen der Aufklärung
Paderborn: Wilhelm Fink Verlag, 2012

Von der Rationalität wird seit der Epoche der Aufklärung viel erwartet. Fraglich ist, ob die Rationalität wirklich halten kann, was sich große Denker von ihr versprochen haben.
Systematisch werden die aufklärerischen Visionen beleuchtet, die in ihrer Vielfalt das Versprechen der Rationalität ausmachen. Zugleich werden in Form von Revisionen ebenjene Visionen und ihre Manifestationen neu gesichtet, geprüft oder auch kritisiert und zurückgewiesen: Was wurde in welchem Maße eingelöst und wo wurden Versprechen gebrochen?
Die Beiträge loten den Geltungsanspruch von Rationalität im Spannungsverhältnis von 18. und 21. Jahrhundert aus. So liefern sie eine Einschätzung des Aufklärungsprozesses bis hinein in die Gegenwart.
 
Ralf Koerrenz Rein Protestantische Schulgestaltung

Wilhelm Rein
Protestantische Schulgestaltung Schriften zu Religion und Religionsunterricht
hrsg. von Ralf Koerrenz und Michael Wermke
Jena : IKS Verlag Garamond, 2012
Reihe: Pädagogische Reform in Quellen (PReQ), Bd. 19

Wilhelm Rein gehört in der Geschichte der protestantischen Bildungstraditionen zu den Zentralfiguren der Debatten um Erziehung und Bildung, Schule und Volksbildung um 1900. Die religions- pädagogischen und bildungspolitischen Diskussionen seiner Zeit hat er unter anderem über die Herausgabe der Reihe "Stimmen zur Reform des Religionsunterrichts" und durch seine verbandspolitische Tätigkeit für den theologisch liberalen 'Bund für die Reform des Religionsunterrichts' maßgeblich gefördert. Die hier vorliegende Auswahl von Texten Wilhelm Reins zur "Pro- testantischen Schulgestaltung" vereint sehr unterschiedliche Argumentations- kontexte, in denen er sich mit der Frage nach der Funktion von Religion und Religionsunterricht für eine zeitgemäße Gestaltung von Schule auseinandergesetzt hat.

 
Stiebritz Geiß Offene Arbeit evangelische Kirchen

Anne Stiebritz / Stephan Geiß (Hg.)
Offene Arbeit der Evangelischen Kirchen in der DDR.
Thüringer Horizonte

Jena : IKS Verlag Garamond, 2012
Reihe: Pädagogische Reform in Quellen (PReQ), Bd. 15

Die Offene Arbeit (OA) der Evangelischen Kirchen gehört zu den weitgehend unbeachteten Bildungsräumen in der DDR. In den verschiedenen konzeptionellen Ansätzen und ganz praktischen Alltagsgestaltungen der Offenen Arbeit spiegelt sich ein Ringen um die Möglichkeiten protestantischer Bildung im real existierenden Sozialismus. Die hier versammelten Quellentexte geben einen Einblick in den Versuch, dem Motiv einer "Kirche für die Welt" in Form von offenen Räumen für Jugendliche und junge Erwachsene einen institutionellen Rahmen zu geben. Exemplarisch wurden hierfür Texte aus dem Bereich des heutigen Thüringens (Erfurt, Gera, Jena, Rudolstadt, Saalfeld und Weimar) ediert und einleitend kommentiert.

 
Ralf Koerrenz Lietz Kleine Schriften

Hermann Lietz
Protestantismus als idealistische Pädagogik.
Kleine Schriften zur Religion und zum Religionsunterricht
hrsg. von Ralf Koerrenz
Jena: IKS Verlag Garamond, 2011
Reihe: Pädagogische Reform in Quellen (PReQ), Bd. 14

Hermann Lietz (1868-1919) gehört zu jenen Repräsentanten der pädagogischen Reformbewegung um 1900, deren Werk nicht ohne den protestantisch-religiösen Hintergrund verständlich wird. In den von Lietz gegründeten Landerziehungsheimen (Ilsenburg, Bieberstein, Haubinda, Veckenstedt) ging es letztlich darum, schulische Erziehung am Ideal "religiös-sittlicher Persönlichkeiten" auszurichten. Neben Schriften zur Analyse der religiösen Situation der Zeit und zur näheren Bestimmung eines expliziten Religionsunterrichts enthält die vorliegende Quellenauswahl Texte zur Bestimmung von Religion als Lebensstil. Die aus heutiger Sicht höchst pro­blematische Haltung von Lietz im 1. Weltkrieg wird anhand von Kriegsandachten dokumentiert.

 
Koerrenz Schluß Reformatorische Ausgangspunkte

Ralf Koerrenz / Henning Schluß
Reformatorische Ausgangspunkte protestantischer Bildung
Orientierungen an Martin Luther
Jena: IKS Verlag Garamond, 2011
Reihe: Pädagogische Reform (PRe), Bd. 14

Welche Bedeutung hat die Reformation, welche normative Funktion haben Person und Werk Martin Luthers für das Verständnis protestantischen Bildungsdenkens und Bildungshandelns in der Vergangenheit und in der Gegenwart? Die beiden hier vereinten Studien von Henning Schluß und Ralf Koerrenz erörtern die Frage, inwieweit in der Auseinandersetzung mit den Schulschriften Martin Luthers eine Orientierung gewonnen werden kann - eine Orientierung in der Rekonstruktion der Bildungs- und Schulgeschichte, eine Orientierung aber auch in Fragen nach dem Verhältnis von Bildung, Religion und Kultur in der Gegenwart.

 
Annika Blichmann Methode Decroly

Ovide Decroly
Die Methode Decroly als Beitrag zur internationalen Reformpädagogik
Einführende Texte.
Französisch/Deutsch & Italienisch/Deutsch

hrsg., übersetzt und kommentiert von Annika Blichmann
Jena: IKS Verlag Garamond, 2011
Reihe: Pädagogische Reform in Quellen (PReQ), Bd. 12


Die Methode Decroly zählt zum Kernbestand der Reformpädagogik im internationalen Kontext. Vor diesem Hintergrund greift der vorliegende Quellenband die auf psychologisch-anthropologischen Grundlagen beruhenden Reformvorstellungen des belgischen Arztes Ovide Decroly (1871-1932) auf.
Die Herausgeberin begibt sich hierbei auf Spurensuche nach einschlägigen Dokumenten, die Decrolys pädagogische und methodische Ansätze sowohl in ihrem Entstehungskontext als auch in ihrer internationalen Rezeption beleuchten.
Der Band berücksichtigt französischsprachige und italienische Quellen, die von der Herausgeberin in die deutsche Sprache übersetzt wurden.

 
Petersen

Ralf Koerrenz
Schulmodell: Jena-Plan.
Grundlagen eines reformpädagogi- schen Programms
Paderborn : Schöningh 2012

»Schule als Gegenöffentlichkeit« ist der hermeneutische Schlüssel, mit dem Ralf Koerrenz das schulpädagogische Reformmodell des Jena-Plans interpretiert. Die Chancen und Ambivalenzen des Modells werden dadurch gleichermaßen sichtbar. 
Die reformpädagogische Konzeption »Jena-Plan« von Peter Petersen muss von seinen erziehungsphilosophischen Grundlagen aus verstanden werden. Von »Schule als Gegenöffentlichkeit« werden die didaktischen Handlungsebenen in der Schule (Lehren, Lernen) ebenso verständlich wie die Spiegelung der Theorie in der pädagogischen Praxis. Die Bestimmung der Konturen dieses Modells geschieht hier jenseits der historischen Debatten um die Verstrickung Petersens in den Nationalsozialismus. Gefragt wird nicht zuletzt mit Blick auf Leitbild und Praxis heutiger Jena-Plan-Schulen nach einem kontextunabhängigen Kern dessen, was eine Schule zur Jena-Plan-Schule macht. Die Chancen und Ambivalenzen des Modells werden so gleichermaßen sichtbar.

Koerrenz_Lietz

Ralf Koerrenz
Hermann Lietz
Einführung mit zentralen Texten
Paderborn : Schöningh 2011

Die von Hermann Lietz (1868-1919) gegründeten Deutschen Landerziehungsheime (DLEH) gehören zu den nachhaltigsten Schulmodellen der Reform-pädagogik zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Die vorliegende Quellenauswahl ermöglicht eine differenzierte Auseinandersetzung mit den Grundlagen dieser bis heute erfolgreichen Internatsschulen.
Lietz hatte den von Herbart formulierten Erziehungsanspruch in einer neuen Qualität auf die Organisation von Schule bezogen. Der Kerngedanke lautet: Die Erziehung zu einer - bei Lietz religiös gedachten - Sittlichkeit benötigt einen umgrenzten Ort, an dem die vom englischen Internatswesen inspirierte Charakterbildung mit der wissenschaftlichen Didaktik des Herbartianismus verbunden werden kann. Dieser Ort ist das DLEH. Faszination und Irritation sind dabei ineinander verflochten: Zu den Schattenseiten des Werkes von Lietz gehören aus heutiger Sicht ein ungebrochener Nationalismus, ein problematisches Verhältnis zum Judentum sowie seine Haltung zum 1. Weltkrieg. Sein beeindruckendes sozialpädagogisches Engagement für benachteiligte Kinder und Jugendliche schlägt sich hingegen 1914 in der Gründung des Landwaisenheims Veckenstedt nieder.



Resewitz_Versorgung der Armen

Friedrich Gabriel Resewitz
Ueber die Versorgung der Armen
hrsg. u. komm. v. Ralf Koerrenz und Christian Walter
Jena: IKS Garamond Verlag, 2011
Reihe: Pädagogische Reform in Quellen (PReQ), Bd. 11

Der Aufklärungspädagoge Friedrich Gabriel Resewitz (1729-1806) entfaltet in seiner Schrift "Ueber die Versorgung der Armen" aus dem Jahr 1769 auch heute noch bemerkenswerte Perspektiven im Schnittfeld von Protestantismus, Bildung und Gesellschaftsentwicklung. Durchaus aktuell erscheinen seine Überlegungen in sozialpolitischer, kirchenpolitischer, pädagogischer und theologischer Hinsicht. Insbesondere entwickelt er eine Verhältnisbestimmung von Staat und Kirche, die als protestantische Spielart des Subsidiaritätsprinzips interpretiert werden kann. Neben dem Quellentext bietet der Band eine Einführung in die Biographie und einen systematischen Kommentar des Argumentationsgangs von Resewitz.



Hell_Schulgemeinde

Bernhard Hell
Die evangelische Schulgemeinde
hrsg. u. komment. v. Ralf Koerrenz
Jena: IKS Garamond Verlag, 2011
Reihe: Pädagogische Reform in Quellen (PReQ), Bd. 8

Für die Frage, wie der Protestantismus in der Praxis Gestalt gewinnen kann, bietet Bernhard Hells Gründungsschrift des Evangelischen Landerziehungsheims Urspringschule mit dem Titel "Die Evangelische Schulgemeinde" (1930) wichtige Antwortimpulse. Eingeleitet wird der Band von Überlegungen des Herausgebers darüber, wie sich Hells Verhältnisbestimmung von pädagogischem Handeln und theologischer Reflexion als Beitrag zur Suche nach einem Fundament des Protestantismus verstehen lässt.



Koerrenz_Bildung und Kultur

Ralf Koerrenz (Hg.)
Bildung und Kultur - Zwischen Tradition und Innovation
Jena: IKS Garamond Verlag, 2010
Reihe: Bildung und Kultur (BuK), Bd.3

Welche Perspektiven eröffnen sich, wenn die Beziehung von Bildung und Kultur mit dem Spannungsverhältnis von Tradition und Innovation verschränkt wird?
In fünf exemplarischen Studien wird dieser Frage nachgegangen. Die Beiträge beschäftigen sich mit Weisheit und Bildung, mit der Funktion pädagogischer "Klassiker" und der Formel "Pädagogik vom Kinde aus" sowie mit dem Werk Erhard Weigels und Piet Mondrians.




Koerrenz_Illustrationen


Manuel Fröhlich/Karsten Kenklies/ Ralf Koerrenz/Käthe Schneider/ Michael Winkler
Bildung und Kultur - Illustrationen
Jena: IKS Garamond Verlag, 2010
Reihe: Bildung und Kultur (BuK), Bd. 2

Das Verhältnis von "Bildung und Kultur" gehört zu den "Vergessenen Zusammenhängen" im pädagogischen Kontext, die durch eine Fixierung auf ein bestimmtes Design empirischer Forschung in den Hintergrund gerückt worden sind. Der notwendigen Offenheit, ja Unschärfe sowohl für die Theorie wie für die Praxis von Pädagogik gerade mit Blick auf diese Zusammenhänge widmen sich die "Illustrationen" des vorliegenden Bandes. Die Beiträge dokumentieren zugleich in exemplarischen Zugängen die Arbeit am 2008 an der Friedrich-Schiller-Universität Jena gegründeten "Institut für Bildung und Kultur".



Buch_Mythos Offene Arbeit

Anne Stiebritz
Mythos "Offene Arbeit"
Studien zur kirchlichen Jugendarbeit in der DDR
Jena: IKS Garamond Verlag, 2010

Die Offene Arbeit der evangelischen Kirche in der DDR war einer der wenigen Orte, an dem Gegenentwürfe im Umgang miteinander erprobt werden konnten. Damit verbunden war die Entwicklung einer alternativen Pädagogik, welche jenseits staatlicher Normierungsansprüche zum "aufrechten Gang" ermutigen wollte. In der empirisch-qualitativen Studie "Mythos 'Offene Arbeit'" wird auf der Basis von Zeitzeugeninterviews mit ehemaligen kirchlichen Leitern der Offenen Arbeit (Uwe Koch, Walter Schilling, Arnd Morgenroth, Wolfgang Thalmann, Thomas Auerbach) und Archivquellen eine Rekonstruktion dieses alternativen sozialpädagogischen Kontextes vorgenommen. Anhand der subjektiven Theorien der Befragten wird ein differenziertes und nicht immer widerspruchsfreies Bild jenes Gegenerziehungsraums innerhalb der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Thüringen entworfen.





Buch Gespräche zur Offenen Arbeit

Anne Stiebritz
Gespräche zur Offenen Arbeit
Gespräche mit Uwe Koch - Walter Schilling - Arnd Morgenroth - Wolfgang Thalmann - Thomas Auerbach
Jena: IKS Garamond Verlag, 2010


Gespräche sind eine wesentliche Quelle, um Zeitgeschichte rekonstruieren zu können. Dies gilt auch für solch einen sozial pädagogischen Kontext wie die Offene Arbeit in der evangelischen Kirche zur Zeit der DDR. In dem vorliegenden Interviewband sind fünf Zeitzeugeninterviews mit Protagonisten dieser Geschichte im heutigen Thüringen versammelt.
Im Rahmen dieser Gespräche wird eindrucksvoll und lebensnah erfahrbar, wie sich Alternativen in totalitären Systemen verwirklichen lassen und mit welchen Grenzen solche Gegenwelten zu kämpfen haben. Sie ergänzen die Studie "Mythos 'Offene Arbeit'" und verweisen zugleich auch auf aktuelle Perspektiven, aus denen sich Offene Arbeit denken und verstehen lässt.





Schotte_Heilpädagogik als Sozialpädagogik

Alexandra Schotte
Heilpädagogik als Sozialpädagogik
Johannes Trüper und die Sophienhöhe bei Jena
Jena: IKS Garamond Verlag, 2010
Reihe: Pädagogische Studien und Kritiken (PSK), Bd. 8

Johannes Trüper (1855-1921) galt um die Jahrhundertwende als einer der prominentesten Vertreter der modernen Heilpädagogik. Als Direktor eines Heilerziehungsheimes und Herausgeber einer Zeitschrift gelang es ihm, die Universitätsstadt Jena zu einem Zentrum für Heilpädagogik zu etablieren. Obwohl er heute nicht zu den vergessenen Pädagogen gerechnet werden kann, ist sein Wirken bislang nur wenig konturiert.
In der vorliegenden Studie werden Person und Werk anhand überkommener Archivalien und bisher weitgehend vernachlässigter Primär- und Sekundärliteratur rekonstruiert.
Die biographische Rahmenhandlung bildet dabei den Hintergrund für eine Entfaltung systematischer Erkenntnisse für die Heil-, Sozial- und schließlich auch die Reformpädagogik.



Alexandra Schotte Herbart


Alexandra Schotte (Hg.)
Herbarts Ästhetik
Studien zu Herbarts Charakterbildung
Jena: IKS Garamond Verlag, 2010
Reihe: Herbartstudien 3

Gegenüber den Briefen Schillers Über die ästhetische Erziehung scheint Herbarts Ästhetik heute weithin in Vergessenheit geraten zu sein. Die Gründe dafür sind vielschichtiger Natur. Spezifischen Rezeptionsstrategien kann dabei eine zentrale Rolle zugewiesen werden; zu denken ist nur an jene Verformungen, die sich bereits im Herbartianismus im Gefolge der Zielsetzung zur sittlich religiösen Persönlichkeit feststellen lassen. Dass Herbarts Lehre jedoch heute allgemein - leider - nur wenig präsent ist, ist auch auf eine sich über Jahrzehnte tradierte Rezeptionslinie zurückzuführen, die den Herbartianismus als verkrusteten "Schul"-Methodenschematismus abwertete und auch ihren "Lehrer" dem preisgab.

Die fünfte Tagung der Internationalen Herbart-Gesellschaft an der Katholischen Universität in Eichstätt stand ganz im Zeichen der Ästhetik Herbarts, die ein Leitmotiv seiner Pädagogik bildet und deren Grundgedanken Herbart noch vor Beginn seiner akademischen Laufbahn entwickelt hatte.
Die in diesem Band veröffentlichten Beiträge in- und ausländischer Referenten nähern sich aus verschiedenen Perspektiven der Herbartschen Ästhetik an. Ob in engerer theoretischer Auseinandersetzung, unter rezeptionsgeschichtlichen Aspekten oder mit dem Fokus auf die Aktualität der Konzeption - alle Beiträge treffen sich in der Einsicht, dass Herbarts Modell ungeachtet aller zeitlichen Gebundenheiten zentrale Fragen der Erziehungswissenschaft und Pädagogik berührt. Nicht zuletzt tragen die Beiträge dazu bei, das Bild Herbarts als das eines kühlen Erziehungsrationalisten zu revidieren.



Retter_reformpädagogik

Hein Retter
Klassische Reformpädagogik im aktuellen Diskurs
Hg. v. Alexandra Schotte
Jena: IKS Garamond Verlag, 2010
Reihe: Pädagogische Reform (PRe) - Lietz Lectures, Bd. 12

Der renommierte Braunschweiger Erziehungswissen-schaftler Prof. Dr. Hein Retter stellt in drei Vorträgen im Rahmen der 2009 am Institut für Bildung und Kultur der Friedrich-Schiller-Universität Jena gestarteten Reihe der "Lietz-Lectures" Leitthesen aus seiner umfangreichen Forschungsarbeit zur internationalen Reformpädagogik vor, mit denen er die jüngere Reformpädagogikdebatte aufgreift und neue Erkenntnisse und Verknüpfungen einbringt. Gleichzeitig verfolgt er einen metatheoretischen Ansatz, indem er den Blick auf den Diskurs über Reformpädagogik richtet und ihn als einen Gegenstand von Kommunikation am Beispiel der Theorie-Kritik an der Reformpädagogik beschreibt.



Campe_Seelenlehre

Joachim Heinrich Campe
Seelenlehre für Kinder
hrsg. v. Ralf Koerrenz
Jena: IKS Garamond Verlag, 2010
Reihe: Pädagogische Reform in Quellen (PReQ), Bd. 7

Joachim Heinrich Campe ist nicht nur einer der maßgeblichen Repräsentanten der pädagogischen Reformbewegung des Philanthropismus im 18. Jahrhundert. In seiner Person und in seinem Werk spiegeln sich auch in exemplarischer Weise wesentliche Transformationsprozesse, denen die protestantische Religion im Kontext der Aufklärung unterworfen war. Sichtbar werde diese bei Campe vor allem in jenen Texten, in denen er sich mit den Möglichkeiten und Grenzen eines Unterrichts in Religion unter den aufklärerischen Vorzeichen von Autonomie, Freiheit und Vernunft auseinandersetzt. Die 1780 erstmals veröffentlichte "Seelenlehre für Kinder" ist hierfür ein besonders anschauliches Beispiel. Religion soll gleichermaßen vernünftig gedacht und vernünftig empfunden werden. Die Dialoge von Campe mit seiner Kinderschar haben dabei auch heute noch einen überaus unterhaltsamen Charakter.



Koerrenz_Laboratorium Bildungsreform


Ralf Koerrenz (Hrsg.)
Laboratorium Bildungsreform
Jena als Zentrum pädagogischer Innovationen
München : Fink 2009

Seit der Aufklärung lebt der Mensch in einem einzigen, einzigartigen Experiment, in einer Art Laboratorium. Seitdem gelten Freiheit, Mündigkeit und Autonomie als Maßstäbe für eine vernunftgeleitete Gestaltung des Lebenslaufs. Diese Ideale verleihen insbesondere der Leitvorstellung »Bildung« einen besonderen Akzent. Bildung wird in einem umfassenden Sinne an die autonome, selbstreflexive Kulturaneignung des Individuums gebunden. Für Reformdebatten um Bildung und Erziehung ist Jena dabei ein besonderer Ort, eine Art »Laboratorium Bildungsreform«.





schulseelsorge


Michael Wermke/Ralf Koerrenz (Hg.)
Schulseelsorge - Ein Handbuch
Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht, 2008

Insbesondere auf Schule als Lebensraum beziehen sich die vielfältigen Praktiken der Schulseelsorge. Schule ist aus Sicht der beteiligten Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen immer weit mehr als »nur« Unterricht. Im »Handbuch Schulseelsorge« werden entsprechende Handlungsräume und Konfliktsituationen untersucht sowie Praxismodelle und Erfahrungsfelder beschrieben. Ausgewiesene Experten analysieren die Grundlagen und elementaren Strukturen von Schulseelsorge und bieten in ökumenischer Offenheit grundlegende Orientierungen für Theorie und Praxis auf diesem wichtigen gemeinsamen Gebiet von Schule und Kirche.


Mario Graff Herder


Mario Graff
Bildung durch Sinnlichkeit
"Vom Erkennen und Empfinden" bei Johann Gottfried Herder
Jena: IKS Garamond Verlag,
2008

Die Vorstellung, dass Bildung ein auf Individualität ausgerichteter Prozess ist, hat sich im 18. Jahrhundert als ein zunächst formales Antwortmodell auf die Herausforderung der Aufklärung, dass der Mensch sich selbst entwerfen könne und solle, entwickelt. Die tiefer gehende Frage, wie sich in einem so verstandenen Bildungsprozess Emotion und Kognition zueinander verhalten, ist eine Frage, der sich Johann Gottfried Herder in den verschiedenen Versionen seines Werkes "Vom Erkennen und Empfinden" gewidmet hat. Die Analysen von Mario Graff bieten sowohl einen Beitrag zur individualphilosophischen Deutung Herders als auch zum systematischen Problem eines Bildungsbegriffs im Horizont der Aufklärung.



wegweisende Werke zur EB


Ralf Koerrenz/Elisabeth Meilhammer/Käthe Schneider (Hg.)
Wegweisende Werke zur Erwachsenenbildung
Für Martha Friedenthal-Haase
Jena: IKS Garamond Verlag, 2007

Dieser Band versammelt Beiträge zu Werken aus mehreren Jahrhunderten, die auf je eigene Art Wege zur Erwachsenenbildung weisen. Die kommentierten Werke stehen exemplarisch für die Vielfalt der Zugänge zur Erwachsenenbildung: Sie sind Medien der Selbstbildung und Aufklärung; sie setzen die Erwachsenenbildung in Beziehung zu den menschlichen Lebensfragen; sie befassen sich mit dem Bedeutungsgehalt von Erwachsenenbildung und begründen ihre Notwendigkeit; sie nehmen Stellung zu ihren Gegenwarts- und Zukunftsaufgaben.


Karsten Kenklies Pädagogik des Sozialenm

Karsten Kenklies
Die Pädagogik des Sozialen und das Ethos der Vernunft
Die Konstitution der Erziehung im platonischen Dialog Nomoi
Jena: IKS Garamond Verlag, 2007

Der platonische Dialog Nomoi ist als Entwurf eines Erziehungsstaates ein bedeutender Beitrag zur pädagogischen Theoriebildung: Der Staat der Gesetze ist eine Institution der Erziehung zu Sozialität und Vernunft - einer Erziehung durch das Gesetz und zum Gesetz. In seiner doppelten Fragestellung nach den Strukturen eines neuen Staates und nach der Erziehung des neuen Menschen für diesen Staat enthält der Entwurf ein Motiv der zweifachen Reform: einer Reform der Erziehung und einer Reform der Gesellschaft durch Erziehung. Die vorliegende Analyse erläutert den Zusammenhang zwischen Gesetz und Erziehung, wie er sich in der lebenslangen Erziehungsbiographie des Einzelnen darstellt. In der Aufdeckung der normativen Grundlagen des Entwurfs wird nicht nur gezeigt, wie sich der Charakter der Erziehung als Prozeß, als Abfolge von Stufen und Übergängen lesen läßt, sondern auch, inwiefern in einem solchen Kontext die ethische Legitimation von Erziehung im Allgemeinen und ihrer Form im Besonderen nur eine vorläufige sein kann, die noch dazu immer Gefahr läuft, sich als substanzlos zu erweisen.


Ralf Koerrenz JenaPlan im Netzwerk

Ralf Koerrenz (Hg.)
Jena-Plan im Netzwerk internationaler Schulreform
Jena: IKS Garamond Verlag, 2007

Der Band widmet sich der Herausgebertätigkeit des Jenaer Erziehungswissenschaftlers, Theologen und Schulreformers Peter Petersen, der unter anderem in der Reihe "Pädagogik des Auslands" maßgebliche Strömungen der internationalen Schulreform dokumentiert hat. Neben der Untersuchung der Schriften zur Sowjetpädagogik, zur faschistischen Schulreform in Italien, zu den Werken von Ovide Decroly und Adolphe Ferrière wird auch eine Arbeit zur Reformtradition in Jena (K. V. Stoy) analysiert. Eingeleitet wird die Publikation durch eine Bestandsaufnahme der Forschungsstelle "Pädagogische Reform" an der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Der Band erschien unter Mitwirkung folgender Autoren: Blichmann,Annika / Coriand, Rotraud / Kenklies, Karsten / Koch, Michael / Koerrenz, Ralf / Schwan, Torsten


Wilhelm Rein

Wilhelm Rein
Theorie der Didaktik
hrsg. von Ralf Koerrenz
Jena: IKS Garamond Verlag, 2005

Eine Theorie der Didaktik als Theorie der Gestaltung von Unterricht hat nach Wilhelm Rein (1847-1929) drei Fragen zu beantworten: Wie ist erstens eine Auswahl und Anordnung der Lehrinhalte zu begründen, zweitens der Zusammenhang der gesamten Unterrichtsinhalte denkbar und an welchen Maßgaben sollte man sich drittens bei der praktischen Gestaltung des Unterrichtsablaufs, also bei der "Durcharbeitung des Lehrstoffes", orientieren? Diese drei Fragen diskutiert Rein im Kontext der schulreformerischen Bestrebungen seiner Zeit unter den Stichworten "Kulturstufen", "Konzentration" und "Formalstufen", mit denen die Pädagogik Johann Friedrich Herbarts auf den Alltag von Schule transformiert werden sollte.



Buber

Martha Friedenthal-Haase/Ralf Koerrenz
Martin Buber: Bildung, Menschenbild und Hebräischer Humanismus
Paderborn: Schöningh, 2005


Der große jüdische Religionsphilosoph Martin Buber (1878-1965) war auch als Pädagoge und Andragoge eine bedeutende Persönlichkeit in der Geistesgeschichte des 20. Jahrhunderts. 1924 war er Gast der damals von Wilhelm Flitner geleiteten Volkshochschule Jena. An seinen dortigen Begegnungen lässt sich exemplarisch das Selbstverständnis und die Methodik Bubers eindrucksvoll sichtbar machen.
Von der Analyse der Jenaer Konstellation geht dieser Sammelband aus, führt aber darüber hinaus zu Bubers weitgespannten Wirkungsfeldern, wobei auch bisher unerschlossenes Archivmaterial ausgewertet wird. Vertieft werden neben pädagogisch-andragogischen auch religiöse, sprachanalytische und politisch-ethische Aspekte, dargestellt u.a. auch durch biographische Bezüge zu herausragenden Zeitgenossen wie Leo Boeck und Dag Hammarskjöld. Darüberhinaus enthält der Band auch Unveröffentlichtes aus Bubers Feder, so eine Auswahl aus seinem Briefwechsel mit Wilhelm Flitner sowie einen systematischen Grundlagenart ikel zur Erwachsenenbildung.


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Ralf Koerrenz
Reformpädagogik
Studien zur Erziehungsphilosophie
Jena: IKS Garamond Verlag, 2004


"Reformpädagogik" ist der Titel dreier Studien, in denen nach der systematischen Bedeutung des "Reform"-Motivs für das Verständnis von Theorie und Praxis der Erziehung und Bildung gefragt wird. Dargestellt werden die Mängel der bisherigen Verwendung der Kennzeichnung "Reformpädagogik" sowie die "Systembezüge" und "Binnenstrukturen" des neu interpretierten Zusammenhangs von Reform und Pädagogik.


Coriand Koerrenz


Rotraud Coriand/Ralf Koerrenz (Hg.)
Salzmann, Stoy, Petersen und andere Reformen.
Traditionen in der Thüringer Bildungslandschaft
Jena: IKS Garamond Verlag, 2004

Die erste Ausgabe der Reihe "Aus dem Institut für Erziehungswissenschaft der Friedrich-Schiller-Universität Jena" widmet sich den Traditionen in der Thüringer Bildungslandschaft. Anhand von Studien zu Weigel, Salzmann, Stoy, Rein und Petersen werden bedeutende, mit Thüringen und speziell Jena verbundene Reformbemühungen auf dem Gebiet von Erziehung und Bildung untersucht.


bollnow


Ralf Koerrenz
Otto Friedrich Bollnow
Ein pädagogisches Portrait
Weinheim: Beltz, 2004


Lebensphilosophie und Existenzphilosophie, Herme-neutik und Phänomenologie waren die Grundlagen-theorien, mit denen sich Otto Friedrich Bollnow auseinandergesetzt hat. Sein Werk wird hier als eine Unschärfe-Theorie der Erziehungswirklichkeit inter-pretiert. Dabei werden unter dem Vorzeichen der "Rationalität des Irrationalen" eine gestimmte, eine gebrochene und einen geleitete Dimension der Erzie-hungswirklichkeit unterschieden

Evangelium und Schule


Ralf Koerrenz
Evangelium und Schule
Studien zur strukturellen Religionspädagogik
Leipzig: Evangelische Verlagsanstalt, 2003


Schule ist eine Institution mit zwei Gesichtern: Sie ist Raum für Unterricht und sie ist Raum gemeinsamen Lebens. Beide Bereiche sind zwar voneinander zu unterscheiden, aber untrennbar. Die gemeinsame Mitte ist das Lernen. Durch Schulunterricht und Schulleben wird das Lernen der Heranwachsenden gleichermaßen gesteuert. In dieser Steuerung spielt "Religion" eine bedeutende Rolle.
Der Band versammelt Studien, die diesen Bereich der Religionspädagogik aus unterschiedlichen Perspektiven untersuchen. Neben systematischen Überlegungen zu "Religion" in der Institution "Schule" werden auch Modelle der Schulreform untersucht, die aus religiösen Erwägungen eigene Lösungsansätze für das Verhältnis von Schulunterricht und Schulleben entwickelt haben.


Christel Bettermann und Alexandra Schotte
"Heraus aus den Schulstuben, fort von den schlafraubenden Hausaufgaben in die freie Natur"
Das Lebenswerk von Johannes Trüper: die Sophienhöhe bei Jena
Städtische Museen Jena. Reihe "Dokumentation" Band 10, Jena 2002


jena-plan


Ralf Koerrenz/Will Lütgert (Hg.)
Jena-Plan
Über die Schulpädagogik hinaus
Weinheim: Beltz, 2001


Vor 75 Jahren erprobte und begründete Peter Petersen sein schul- und sozialpädagogisches Konzept. Der Band beschreibt die Bestandteile dieser Konzeption und prüft deren Bedeutung aus heutiger Sicht.
Mit dem Jena-Plan zielte Petersen auf eine Reform des Erziehungswesens, der Erziehungswissenschaft und der Lehrerbildung. Schule und Unterricht soll danach erfahrungsnah gestaltet werden, damit ein systematisches und orientierendes Lernen möglich wird.

sozialpaed_isral


Ralf Koerrenz
Die Grundlegung der Sozialpädagogik im Alten Israel
Oldenburg: BIS, 2001


Der Autor der hier vorgelegten Ausgabe der Oldenburger Universitätsreden, Professor Dr. Ralf Koerrenz, Jena, gehört zu den Wissenschaftlern, die auf Einladung des für den Studiengang verantwortlichen Sprechers, Professor Dr. Friedrich Wissmann, der Lehr- und Forschungstätigkeit im Kontext der Jüdischen Studien wichtige Anregungen lieferte. Ralf Koerrenz gehört zudem zu den wenigen Experten an bundesdeutschen Universitäten und Hochschulen, die sich in Forschung und Lehre an der Schnittstelle von Theologie und Pädagogik mit dem Judentum in Geschichte und Gegenwart auseinandersetzen. Sein hier veröffentlichter Vortrag stellt gewissermaßen eine Fortsetzung und Vertiefung seiner Überlegungen zum 'Hebräischen Paradigma der Pädagogik' dar, die er im Wintersemester 1998/1999 in Oldenburg vortrug und zwar im Zusammenhang mit Veranstaltungen zur Sonderausstellung der Oldenburger Kinder- und Jugendbuchausstellung (KIBUM) mit dem Titel 'Jüdische Kindheit im Spiegel jüdischer Kinderbücher
'

didaktik

Ralf Koerrenz
Narrative Didaktik
Studien zur Pädagogik Heinrich Scharrelmanns
Waltrop: Hartmut Spenner, 1997

Die vorliegenden Studien des Tübinger Erziehungswissenschaftlers und Theologen Ralf Koerrenz sind dem Werk des Bremer Schulreformers Heinrich Scharrelmann (1871-1940) gewidmet. Scharrelmanns Beiträge  insbesondere zum Zusammenhang von Unterricht und Erzählen werden als "Narrative Didaktik" interpretiert. Grundlage und Kern allen Unterrichtens ist danach das Erzählen. Herausgearbeitet werden die metaphysische Grundlegung der Pädagogik Scharrelmanns, die von einem hohen Grad an Irrationalismus und übersteigertem Subjektivismus gekennzeichnet ist. Auch im Hinblick auf Diskussion um die angemessene Gestalt des Erzählens biblischer Geschichten wird daran deutlich, dass es nicht nur Affekte gegen gewagte Modernisierung, sondern grundsätzliche Rückfragen an den Ansatz des gesamten Denkrahmens sind, die aus heutiger Sicht für die Ablehnung dieses "reformpädagogischen " Konzepts sprechen.


Schule als Gemeinde

Ralf Koerrenz/Dieter Toder (Hrsg.)
Schule als Gemeinde
Bernhard Hells schulpädagogische Schriften
Weinheim: Dt. Studien-Verl., 1996

Bernhard Hell (1877-1955) gründete 1930 in der Nähe von Ulm das Evangelische Landerziehungsheim "Urspringschule". Der Band dokumentiert die wichtigsten Aufsatzpublikationen dieses Alternativschulgründers, der seit 1907 an solchen Reformschulen als Lehrer tätig gewesen war: von 1907bis 1919 an der Freien Schulgemeinde Wickersdorf und von 1919 bis 1930 im Landschulheim am Silling. Hells schulpädagogische Konzeption eines evangelischen Landerziehungsheims, die Schule als Gemeinde versteht, geht von einer christlichen Tradition lutherischer Prägung aus. Die hier zum Abdruck gebrachten schulpädagogischen und erziehungsphilosophischen Schriften beleuchten den Entwicklungsgang von Hells anfänglichem Idealismus hin zur Gründungskonzeption der Urspringschule - einer bemerkenswerten, aber bislang noch weitgehend  unbeachteten Schulgründung. Der Band enthält zwei einleitende Studien der Herausgeber sowie kommentierte Quellen unter den Gesichtspunkten: "Aspekte" der Erziehungslehre, "Schule als Gemeinde", "Schule und kulturelle Entwicklung" und "Religiöse Reden".

 
Ralf Koerrenz Ökumenisches Lernen

 
Ralf Koerrenz
Ökumenisches Lernen
Eine Veröffentlichung des Comenius-Instituts, Münster
Gütersloh: Gütersloher Verlagshaus, 1994

Der Autor unterscheidet drei Lernwege zu einem ökumenischen Lebensstil, die mit den Leitgedanken "Politische Verantwortlichkeit für die Eine Welt", "Zeugnis des Evangeliums im Dialog mit der Welt" und "Ringen um ene Basis von Kirchlichkeit" verknüpft sind. Bestehende Praktiken ökumenischen Lernens können so kritisch eingeordnet werden. Schließlich fragt der Autor mit Bezug auf die säkulare Dimension des "Ökumenne"-Begriffs, ob im Ökumenischen Lernen nichtauch eine Herausforderung für die Allgemeine Pädagogik enthalten ist.

 
Koerrenz Collmar Religion der Reformpädagogen

 
Ralf Koerrenz / Norbert Collmar (Hrsg.)
Die Religion der Reformpädagogen
Ein Arbeitsbuch
Weinheim: Deutscher Studienverlag, 1994

Der vorliegende Band vereint ausgewählte Texte zur "Religion der Reformpädagogen". Bezeichnet wird damit jene Gruppe von Pädagoginnen und Pädagogen, die in den ersten Jehrzehnten des 20. Jahrhunderts nach Reformzielen und Reformwegen für die allgemeine Erziehungspraxis gesucht haben. Aus dieser Gruppe werden u.a. Texte von F. Gansberg, H. Gaudig, G. Kerschensteiner, E. Key, H. Lietz, P. Petersen und G. Wyneken dokumentiert. Religion in der Reformpädagogik und nicht die Reform der Religionspädagogik ist Thema des vorliegenden Bandes.


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Ralf Koerrenz
Hermann Lietz
Ein Wegbereiter der modernen Erlebnispädagogik?
Lüneburg: Peter Grunwald, 1994

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Ralf Koerrenz/Jochen Remy (Hg.)
Mit Liedern predigen
Theorie und Praxis der Liedpredigt
Rheinbach-Merzbach: CMZ-Verlag, 1994


Mit Liedern zu predigen lässt Verbindungen wachsen, die jeder Gemeinde und ihre gottesdienstlichen Feiern bereichern können. In teil A werden in drei grundsätzlichen Beiträgen u.a. der biblische Bezug und praktisch-theologische Perspektiven der Liedpredigt entfaltet. Teil B enthält Beispiele dafür, wie mit einem Liedmotiv ein ganzer Gottesdienst gestaltet werden kann. Die teile C und D enthalten dann durchgeführte Liedpredigten - zu Festen des Kirchenjahres und zu besonderen Anlässen (Morgen, Abend, Taufe, Abendmahl, Psalter, Lob & Dank, Ökumene, Jugend, Dialekt).
Der Band bietet damit eine theoretische Fundierung wie auch praktische Beispiele zur Erarbeitung von Liedpredigten. Insgesamt stellt das Buch eine Einladung an alle Predigenden und Musizierenden dar, jene zahlreichen verborgenen Möglichkeiten für die Predigt zu entdecken, die in der Verbindung von Wort und Musik liegen
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Ralf Koerrenz
Heimat auf Zeit - zur Funktion evangelischer Jugendarbeit
Waltrop: Hartmut Spenner, 1993

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Ralf Koerrenz
Das Judentum als Lerngemeinschaft
Die Konzeption einer pädagogischen Religion bei Leo Baeck
Weinheim: Dt. Studien-Verl., 1992


Welche Grundlagen und Maßgaben können im Hinblick auf Lernen und Erziehung Plausibilität und Geltung beanspruchen? Der berühmte deutsche Rabbiner Leo Baeck (1873-1956) beantwortete diese Frage  im reformpädagogischen Kontext seiner Zeit mit dem Verweis auf die polare Grundstruktur der jüdischen Religion. Nach dieser Polarität offenbart sich Gott in seinem Geheimnis als derjenige, der dem Menschen die Bejahung seiner Existenz zusagt und ermöglicht. In dem anderen Pol, dem Gebot Gottes, wird angezeigt, wie eine "menschliche" Lebensgestaltung glücken kann. Jüdische Religion als Begegnung mit dem biblischen Bundesgott wird dabei zu einer permanenten Lernbewegung, getragen durch Geheimnis und Gebot Gottes. […]

landeserziehungsheime

Ralf Koerrenz
Landerziehungsheime in der Weimarer Republik
Alfred Andreesens Funktionsbestimmung der Hermann Lietz-Schulen im Kontext der Jahre von 1919 bis 1933
Frankfurt/Main u.a.: Peter Lang, 1992


Alfred Andreesen hat als Leiter der Hermann Lietz-Stiftung in der Zeit der Weimarer Republik auf den Gebieten der Schulorganisation und der pädagogischen Theoriebildung Bedeutendes geleistet. Problematisch ist aus heutiger Sicht vor allem die Entscheidung Andreesens, nach 1933 das Programm der Lietz-Schulen als konform mit den pädagogischen Zielen der NS-Diktatur darzustellen. Der Autor zeichnete die Entwicklung Andreesens in den sich wandelnden Kontexten der Weimarer Republik nach. Dabei belegt er durch die Analyse der kulturkritisch-parteienfeindlichen Haltung Andreesens auf der einen und seinem Geflecht von Verantwortungspositionen auf der anderen Seite, dass die Entscheidung der Anpassung im Jahre 1933 eine logische Konsequenz der Weichenstellung in der Weimarer Republik darstellt
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Ralf Koerrenz
Hermann Lietz
Grenzgänger zwischen Theologie und Pädagogik. Eine Biographie
Frankfurt/Main u.a.: Peter Lang, 1989

Hermann Lietz ist ein noch weitgehend unbeachteter "Klassiker" der Pädagogik. Als Gründer des ersten Deutschen Landerziehungsheimes gab er um die Jahrhundertwende der Reformpädagogik erhebliche Impulse. Die bewußte Verankerung seines Erziehungskonzeptes in ein starkes Nationalbewußsein und eine problematische Rezeption seiner Person in der Zeit der NS-Diktatur ließen Hermann Lietz nach 1945 in den Hintergrund treten. Der Autor versucht mit einer Untersuchung des religiösen Fundaments im Gesamtwerk von Hermann Lietz Zeitgebundenes von bleibenden pädagogischen Impulsen zu unterscheiden und so eine kritische Würdigung des Reformpädagogen zu entwerfen.